Already There/Hinter Blättern
80 cm x 60 cm, oil and acrylics on canvas, 2026
It was night. I pointed my headlamp at the ground and the floor was covered in glowing green double dots. Hundreds of them. Spider eyes.
I needed to get to the toilet. One minute from camp. I couldn't do a step.
Someone from the group walked with me. Because I asked. Calm, the way an adult walks a child through something scary, without actually taking their hand. We got there. We got back. Nothing happened.
When I returned to Lower Austria, the spiders here looked small. Ordinary. I remember that there was fear, but I can no longer feel it.
The painting shows what the jungle actually looks like: soft, almost gentle in the background. And in front of it, leaves. Sketchy, real, half hiding what's behind them. The thing you were afraid of was already there the whole time. It just needed you to get close enough to see it wasn't what you thought.
DE
Es war Nacht. Ich richtete meine Stirnlampe auf den Boden, und der war übersät mit leuchtend grünen Doppelpunkten. Hunderte davon. Spinnenaugen.
Ich musste zur Toilette. Eine Minute vom Lager entfernt. Ich konnte keinen Schritt machen.
Jemand aus der Gruppe begleitete mich. Weil ich darum gebeten hatte. Ruhig, so wie ein Erwachsener ein Kind durch etwas Beängstigendes begleitet, ohne ihm dabei tatsächlich die Hand zu geben. Wir kamen dort an. Wir kamen zurück. Nichts ist passiert.
Als ich nach Niederösterreich zurückkehrte, kamen mir die Spinnen hier klein vor. Ganz gewöhnlich. Ich erinnere mich, dass da Angst war, aber ich kann sie nicht mehr spüren.
Das Gemälde zeigt, wie der Dschungel tatsächlich aussieht: weich, fast sanft im Hintergrund. Und davor Blätter. Skizzenhaft, echt, die das, was dahinter liegt, halb verbergen. Das, wovor du Angst hattest, war die ganze Zeit da. Du musstest nur nah genug herankommen, um zu sehen, dass es nicht war, was du gedacht hast.